Landesregierung stärkt digitale Transformation in Gastgewerbe und touristischer Wirtschaft

Förderprogramm des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Gastgewerbe und Tourismuswirtschaft zählen zu den von der Corona-Krise am stärksten betroffenen Branchen. Vor allem die vielen Klein- und Kleinstbetriebe stehen vor großen Herausforderungen und müssen Lösungsansätze finden, um auch in Zukunft wirtschaftlich und erfolgreich tätig sein zu können.

 Mit dem Förderprogramm „NRW-Digitalzuschuss für die gastgewerbliche und touristische Wirtschaft“ unterstützt das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen die Unternehmen der Branche, ihre Zukunftsfähigkeit zu stärken und die digitale Transformation voranzubringen.

Das Förderprogramm wird in mehreren Förderrunden aufgelegt. Die Termine werden rechtzeitig öffentlich u. a. auf dieser Webseite bekannt gegeben.

Die FAQ-Liste informiert Sie ausführlich zu den Fördermöglichkeiten und zur Antragstellung. Projektträger Jülich (PtJ) ist zuständig für die Beratung zu inhaltlichen und fördertechnischen Fragestellungen im Vorfeld und fungiert als Bewilligungsstelle. 

Aktueller Förderaufruf (PDF)

Pressemitteilung des Ministeriums

Aktueller Aufruf

Hinweise und Termine zur Antragstellung

Die nächste Förderrunde des Förderaufrufs startet am 01.12.2021, ab diesem Datum können wieder Anträge eingereicht werden.

In der Zwischenzeit haben Sie weiterhin die Möglichkeit, Ihren Antrag im Onlineportal zu erstellen und abzuspeichern. Mit Start der nächsten Förderrunde brauchen Sie Ihren Antrag dann nur noch einzureichen.

 

Beachten Sie bitte:

  • Die Antragstellung erfolgt ausschließlich digital.
  • Nutzen Sie dazu das bereitgestellte Onlineportal zur Antragstellung.
    Hier finden Sie auch die notwendigen Antragsunterlagen zum Herunterladen.
Hier geht's zur digitalen Antragstellung
Was Sie wissen müssen

Fragen & Antworten zum Förderprogramm

In der nachfolgenden FAQ-Sammlung finden Sie Antworten auf häufige Fragen rund um das Förderprogramm „NRW-Digitalzuschuss für die gastgewerbliche und touristische Wirtschaft“. In kurzer und übersichtlicher Form ist hier alles Wichtige zu Förderung und Antragstellung zusammengestellt.

1. Fördervoraussetzungen

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um eine Förderung beantragen zu können?

Der Aufruf richtet sich ausschließlich an Klein- und Kleinstunternehmen aus der gastgewerblichen und touristischen Wirtschaft (siehe Auflistung der antragsberechtigten Betriebe). Das Tätigkeitsfeld im Gastgewerbe oder der touristischen Wirtschaft muss im Antrag ausgewählt und mit dem Handelsregisterauszug/Gewerbeschein belegt werden können. Wenn dies nicht der Fall ist, kann keine Förderung gewährt werden. Dazu muss das Unternehmen seinen Sitz in NRW haben sowie eine Beschäftigtenzahl von 1 bis 49 Personen und einen Umsatz bis 10 Mio. € oder einer Jahresbilanzsumme bis 10 Mio. € aufweisen (Definition der Europäischen Kommission 2003/361/EG). Förderanträge können nur von einzelnen Unternehmen gestellt werden. Das Unternehmen existiert bereits und besitzt eine längerfristige Perspektive (keine Betriebsaufgabe absehbar).

Klein- und Kleinstunternehmen sind Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeiter/innen (Vollzeitäquivalent/Vollzeitstellen) und Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme von höchstens 10 Mio. Euro. Maßgeblich sind dafür die Daten der letzten drei Jahresabschlüsse.

1.) Webseite

- Erst- oder Neuerstellung der Website

- Relaunch der Website

- Erweiterung „Responsive“ Webdesign

- Implementierung von Blogfunktionen

- Erstellung und Umsetzung einer Social-Media-Strategie

- Implementierung von Kundenservice-Tools (z.B. von digitalen Tischreservierungs- oder Bestelltools)

- Implementierung eines Online-Shops in eine Website (z.B. Online-Verkauf von Tickets, Souvenirs)

 

2.) Digitale Bestell- und Bezahlvorgänge am Point of Sale

- digitale Displays bzw. Touchpads (z.B. zum Bestellen im Restaurant oder Café)

- digitale Kassen, kontaktloses und bargeldloses Bezahlen (z.B. Zahlung mit EC-/Kreditkarte, mobile Payments, Self-Scanning mit dem Smartphone) + Software (Wird eine Software nicht einmalig gekauft, sondern für eine Laufzeit gemietet (Abo), so kann die Miete nur für den Bewilligungszeitraum angesetzt werden)

 

3.) Interaktive Kundenberatung über digitale Elemente am Point of Sale

VR-Headsets bzw. VR-Brillen (z.B. in Reisebüros -> virtueller Rundgang durch Hotels) + Software (Wird eine Software nicht einmalig gekauft, sondern für eine Laufzeit gemietet (Abo), so kann die Miete nur für den Bewilligungszeitraum angesetzt werden)

 

4.) Suchmaschinenoptimierung

- SEO (Search Engine Optimization) -> Suchmaschinenoptimierung

- SEA (Search Engine Advertising) -> Suchmaschinenmarketing über bezahlte Werbeanzeigen

 

5.) Programmierleistung für interaktive Kundenkommunikation

- Kundenkommunikation per Messenger, WhatsApp etc.

- Chat-Bots

- Apps zur Kundeninformation

- digitale Gutschein-, Punkte- oder Bon-Systeme

2. Förderrahmen
Wie sind die Rahmenbedingungen für eine Förderung?

Nur Ausgaben für die konkreten Fördergegenstände sind förderfähig bis zu der maximalen Förderhöhe von 2.000 €. Die Ausgaben müssen im Bewilligungszeitraum getätigt und nachgewiesen werden. Bei monatlichen Ausgaben (z.B. Abo Modelle bei Software Lizenzen u. Ä.) sind nur die Ausgaben, die im Bewilligungszeitraum anfallen, förderfähig.

Bei einer Vorsteuerabzugsberechtigung wird nur der Nettobetrag anerkannt.

Die Förderung erfolgt nach erfolgreichem Abschluss der Maßnahme und Vorlage des Nachweises der Realisierung durch die antragstellende Person. Die Zuwendung wird im Wege der Anteilfinanzierung als nicht rückzahlbarer Zuschuss zu den zuwendungsfähigen Ausgaben von bis zu 100 Prozent gewährt. Die Förderhöhe ist auf höchstens 2.000 € begrenzt.

Die Förderhöhe ist auf höchstens 2.000 € begrenzt, darüber hinausgehende Ausgaben trägt die Antragstellerin bzw. der Antragsteller selbst. Liegen die zuwendungsfähigen Ausgaben unter der maximalen Förderhöhe von 2.000 €, so werden nur die tatsächlich nachgewiesenen zuwendungsfähigen Gesamtausgaben ab einer Höhe von 500 € erstattet. Darunter liegende Ausgaben sind nicht erstattungsfähig.

Liegen die zuwendungsfähigen Ausgaben oberhalb der maximalen Förderhöhe, so beläuft sich der Zuschuss auf den Förderhöchstbetrag von 2.000 €. Darüber hinausgehende Ausgaben trägt die Antragstellerin bzw. der Antragsteller selbst.

Liegen die zuwendungsfähigen Ausgaben unter der maximalen Förderhöhe von 2.000 €, so werden nur die tatsächlich nachgewiesenen zuwendungsfähigen Gesamtausgaben ab einer Höhe von 500 € erstattet. Darunter liegende Ausgaben sind nicht erstattungsfähig.

3. Antragsstellung
Was muss bei der Antragstellung beachtet werden?

Der Antrag ist in digitaler Form auf der Webseite (tour-hotel-gastro.nrw) einzureichen. Nur vollständige Anträge können bearbeitet und berücksichtigt werden.

  • Firmenname, Kontaktdaten der vertretungsberechtigen Person (laut Handelsregister/ Gewerbeschein)
  • Unternehmensgröße und Branchenzugehörigkeit (laut Handelsregister / Gewerbeschein)
  • Aktueller Handelsregisterauszug oder Gewerbeschein (nur wenn nicht im Handelsregister eingetragen)
  • Auswahl aus dem Maßnahmenkatalog (Ausgewählter Fördergegenstand)
  • Höhe der geplanten Gesamtausgaben

Bitte halten Sie die Dokumente als PDF Datei bereit. Diese müssen im Rahmen der Antragstellung im Onlineportal hochgeladen werden. Der Antrag ist in digitaler Form zu generieren und einzureichen. Nur vollständige Anträge können berücksichtigt werden. Ein Zwischenspeichern und späteres Weiterbearbeiten eines Antrages ist möglich.

Bei De-minimis-Beihilfen oder Förderungen handelt es sich um geringfügige staatliche Beihilfen. Der Gesamtbetrag beläuft sich auf maximal 200.000 EUR pro Unternehmen für einen Zeitraum von drei Steuerjahren. Hierzu zählen alle Beihilfen für die Sie eine De-minimis Bescheinigung erhalten haben wie z.B. NRW Soforthilfe, PtJ Zuschuss, BAFA Beteiligung. Wenn Sie unsicher sind, ob bereits gewährte Zuwendungen in der De-minimis-Erklärung erfasst werden müssen, wenden Sie sich bitte an den Projektträger Jülich unter: ptj-tohoga@fz-juelich.de

Nach erfolgreicher Einreichung des Antrags beträgt die Bearbeitungszeit in der Regel ca. 6 Wochen. In dieser Zeit bitten wir von Rückfragen zum Bearbeitungsstand abzusehen. Sie werden per E-Mail über den Stand Ihres Antrages informiert.

Pro Unternehmen darf nur ein Antrag für ausschließlich einen Fördergegenstand gestellt werden.  Mehrere Anträge eines Unternehmens, auch für unterschiedliche Fördergegenstände, sind nicht zulässig.

Pro Unternehmen kann nur eine Förderung für einen Fördergegenstand beantragt werden, eine Kombination von mehreren Fördergegenständen ist daher nicht möglich.

Nein. Sie dürfen keinen Antrag stellen für eine Maßnahme die bereits begonnen wurde. Ein Verstoß kann förderrechtliche Konsequenzen haben.

4. Ablauf der Förderung
Wie läuft die Förderung ab?

Förderfähig sind nur Maßnahmen, die vor der Bewilligung noch nicht begonnen wurden. Die Maßnahme gilt als begonnen, wenn bereits eine rechtsverbindliche Bestellung getätigt oder ein Auftrag zur Erbringung einer Dienstleistung erteilt wurde (ggf. auch nur mündlich).

Erst nach Erhalt der Förderzusage in Form eines Zuwendungsbescheides dürfen Sie mit der geplanten Maßnahme beginnen.

Die Übermittlung der Unterlagen wird Ihnen durch eine automatisch generierte E-Mail bestätigt. Bitte nehmen Sie diese E-Mail zu Ihren Unterlagen. Ein weiteres Dokument wird nicht erstellt. Sollte der Antrag unvollständig oder nicht korrekt ausgefüllt sein, gibt es keine Möglichkeit der Korrektur und der Antrag muss negativ beschieden. Sie erhalten dann einen Ablehnungsbescheid.

Wenn Sie den Zuwendungsbescheid erhalten haben, können Sie umgehend mit der Umsetzung Ihrer Maßnahme beginnen. Beachten Sie dabei Ihren Bewilligungszeitraum (2 Monate), innerhalb dieses Zeitraums muss die Maßnahme abgeschlossen sein. Das bedeutet Sie müssen die Anschaffung getätigt und bezahlt haben.

Wenn Sie einen Ablehnungsbescheid erhalten haben, konnte Ihrem Antrag auf Förderung nicht stattgegeben werden. Der Grund dafür wird im Ablehnungsbescheid aufgeführt. In der nächsten Antragsrunde haben Sie erneut die Möglichkeit einen Antrag auf Förderung zu stellen.

Der Bewilligungszeitraum der Maßnahme beträgt zwei Monate. Dieser Zeitraum wird im Zuwendungsbescheid mit einem genauen Datum festgelegt. Sie müssen in dieser Zeit den geplanten Kauf tätigen oder die Dienstleistung beauftragen, durchführen und bezahlen. 

Nein. Eine Verlängerung des Bewilligungszeitraumes über die zwei Monate hinaus ist leider nicht möglich.

Die Rechnungen müssen innerhalb des Bewilligungszeitraums von zwei Monaten bezahlt werden. Ausschlaggebend für eine rechtzeitige Zahlung ist das Wertstellungsdatum auf dem Kontoauszug. Später getätigte Ausgaben können für die Förderung nicht mehr anerkannt werden.

Die Bereitstellung der Fördermittel erfolgt nach dem Ausgabenerstattungsverfahren, d. h. das Unternehmen tritt zunächst in Vorleistung. Die Erstattung erfolgt einmalig nach Abschluss des Vorhabens und Begleichung einer Schlussrechnung. Die Auszahlung der Fördermittel beantragen Sie durch die Einreichung des Verwendungsnachweises im Onlineportal.

Die Förderung wird nach der Einreichung und Prüfung des Verwendungsnachweises nachschüssig ausgezahlt. Sie werden über das Ergebnis der Prüfung und über das Datum der Auszahlung von Seiten des Projektträger Jülich informiert.

Ja. Das Einreichen einer Teilrechnung ist möglich, wenn das Vorhaben zum Ablauf des Bewilligungszeitraums nicht komplett abgeschlossen werden konnte und aus der Teilrechnung der Rechnungsgegenstand klar erkennbar ist.

Nein. Die Förderung gilt nur für den Fördergegenstand der bei der Antragsstellung ausgewählt wurde.

5. Administratives
Wer darf Unterlagen unterzeichnen?

Der oder die Unterzeichnende/n muss/müssen befugt sein, die Zuwendungsempfängerin / den Zuwendungsempfänger gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten, d.h. sie müssen die vertretungsberechtigte Person laut Handelsregister oder Gewerbeschein sein. Der Name der Person muss klar erkennbar sein (z.B. in Druckschrift unter die Unterschrift).

Bei mehreren vertretungsberechtigten Personen müssen von allen Personen die Unterschriften vorhanden sein, ansonsten gilt der Antrag nicht als rechtsverbindlich unterschrieben und muss abgelehnt werden.

Nein. Dritte können nicht bevollmächtigt werden, für den Zuwendungsempfänger / die Zuwendungsempfängerin Informationen zu erhalten oder rechtsverbindliche Erklärungen abzugeben.

Fehlerhafte Anträge müssen negativ beschieden werden und erhalten keine Förderung. Es werden keine Nachforderungen von Seiten des Projektträger Jülich gestellt. Sie erhalten eine Mitteilung über den Grund der Ablehnung und haben in der nächsten Einreichungsrunde die Möglichkeit einen neuen Antrag auf Förderung zu stellen.

6. Projektabschluss und Auszahlung
Was muss ich bei Abschluss des Projektes beachten?

Der Verwendungsnachweis ist über das gleiche Onlineportal wie der Antrag, in digitaler Form, einzureichen. Sie müssen sich dafür mit Ihrer Nutzerkennung einloggen und können dann mit dem Ausfüllen des Verwendungsnachweises beginnen. Der Verwendungsnachweis ist spätestens zwei Monate nach Ende des Bewilligungszeitraumes einzureichen.

Folgende Unterlagen sind für den Verwendungsnachweis über das Onlineportal einzureichen:

  • Kopie der Rechnung des Fördergegenstandes
  • Zahlungsnachweise/Buchungsbelege mit Wertstellungsdatum (Kopie Kontoauszug)
  • Erklärung Verwendungsnachweis (Dokument im Downloadbereich)

 Sämtliche mit der Zuwendung zusammenhängende Unterlagen sind mindestens 10 Jahre nach Vorlage des Verwendungsnachweises aufzubewahren. Aufbewahrungsfristen nach steuerrechtlichen oder anderen Vorschriften bleiben hiervon unberührt (s. 6.8 Allgemeine Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung ANBest-Corona).

Nicht rechtzeitig eingereichte Verwendungsnachweise können nicht geprüft werden und die antragstellende Person erhält keine Förderung. Eine nachträgliche Einreichung (nach der Frist von zwei Monaten nach Bewilligungszeitraum) ist nicht möglich.

Die Förderung wird nach erfolgreicher Prüfung des Verwendungsnachweises zeitnah auf die von Ihnen angegebene Bankverbindung ausgezahlt.

Alles digital – Anträge online stellen

Anträge können ausschließlich online und in digitaler Form eingereicht werden. Nutzen Sie bitte das bereitgestellte Onlineportal. Hier gibt es auch die Antragsunterlagen zum Download.

Hier geht's zur digitalen Antragstellung

Kontakt

Bei Fragen schauen Sie in die FAQ oder wenden Sie sich bitte an die Ansprechperson beim Projektträger Jülich.

(Montag bis Mittwoch von 9 - 16 Uhr)

Sonja Wellens

02461 690-679

Ramona Bins

02461 690-677